
Bernd Reiter wurde 1982 in Leoben
geboren. Schon mit fünf Jahren begann er mit dem Schlagzeugspiel, ab 1988 nahm
er Schlagzeugunterricht bei Mag. Nikolaus Wonisch in Bruck. Im Rahmen dieses
Unterrichts bei Mag. Wonisch, selbst Absolvent der Abteilung für Jazz an der
Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz, kam Bernd Reiter erstmals
mit Jazz in Kontakt. 2001, nach Absolvierung des Militärdienstes, wechselte
Bernd Reiter selbst nach Graz und begann sein Studium bei Prof. Manfred Josel.
Drei wunderbare und äußerst lehrreiche Jahre folgten. Nach Prof. Josels
Pensionierung im Jahre 2004 erfolgte ein Lehrerwechsel zu Christian Salfellner,
der in drei Semestern ebenfalls zu einem Mentor und Freund wurde. Ab dem
Sommersemester 2006 studierte Bernd Reiter bei Howard Curtis, im Jänner 2007
schloss er das Studium mit der Magisterprüfung ab.
Neben dem Studium in Graz absolvierte Bernd Reiter Workshops bei vielen Grössen
des Jazz. Neben Drumclinics bei Billy Cobham, Bruno Castellucci, John Riley und
Lewis Nash besuchte Bernd Reiter auch Ensemble- Masterclasses bei Musikern wie
Dick Oatts, Gary Smulyan, Billy Harper, Cecil Bridgewater, Derrick Gardner, Ira
Coleman, Marc Abrams, Andy McKee u. a., mit denen er auch in Sessions
zusammenspielte.
Schon im Alter von acht Jahren begann
Bernd Reiter seine Konzerttätigkeit, voerst in verschiedenen steirischen
klassischen Orchestern, vor allem im Haydnorchester Bruck/Mur. Herausragend ist
dabei eine Konzerttournee mit dem Young Musicians International Symphonie
Orchester unter der Leitung von Igor Coretti im Sommer 1998.
Ab dem Jahr 2000 konzentrierte sich Bernd Reiter auf seine grosse Vorliebe, den
Jazz. Zunächst folgten Konzerte mit diversen Big Bands. In diesem Rahmen lernte
er Richard Oesterreicher kennen, den er als Gastsolist für sein Quartett
gewinnen konnte. Richard Oesterreicher stellte auch den Kontakt zur bekannten
österreichischen Jazzsängerin Ines Reiger her, die ebenfalls als Gast mitwirkte.
Das Jahr 2004 war ein sehr wichtiges für die Entwicklung von Bernd Reiter. Er nahm erstmals am internationalen Jazztreffen "generations 04" in Frauenfeld/CH teil und wurde von einer hochkarätigen Jury als Schlagzeuger für die Förderpreisband des Festivals nominiert. Dieser Preis war eine einwöchige Tournee im Sommer 2005 in Deutschland und der Schweiz unter der musikalischen Leitung von Adrian Mears (Vienna Art Orchestra). Ausserdem lernte er bei diesem Festival auch den künstlerischen Leiter Roman Schwaller kennen, mit dem Bernd Reiter im November 2005 seine erste Tournee unter eigenem Namen organisierte. Das "Bernd Reiter Jazzquartet feat. Roman Schwaller" gastierte sehr erfolgreich unter anderem im "Royal Garden Jazzclub" in Graz sowie im "Jazzland" in Wien. Die Besetzung: Roman Schwaller (ts), Sasa Mutic (p), Robert Jukic (b) und Bernd Reiter (dm).
Im Jahr 2005 nahm Bernd Reiter
außerdem am österreichweiten Marianne Mendt- Talentewettbewerb teil und wurde
für einen Auftritt beim 1. MM Jazzfestival in St. Pölten ausgewählt. Dort
spielte er mit der MM Band (Herwig Gradischnig, Daniel Nösig, Oliver Kent u.
Werner Feldgrill).
Im Jahr 2006 folgte die zweite Tournee des "Bernd Reiter Jazzquartet feat. Roman Schwaller" und die Aufnahme der ersten CD, die im März 2008 auf TCB - The Montreux Jazz Label erschienen ist.
Im Dezember 2006 wurde Bernd Reiter sein bislang wichtigster Preis verliehen: Beim renommierten "Hans Koller- Preis" erhielt er das "New York Stipendium", welches er von August bis Oktober 2007 wahrnahm.
Bernd Reiter spielte mit nationalen
und internationalen Jazzgrößen wie Mundell Lowe, Tom Kirkpatrick, Claudio
Roditi, John Marshall, Brad Leali, Andy KcKee, Joe Haider, Agostino Di Giorgio,
Claus Raible, Renato Chicco, Tony Lakatos, Mike Magnelli, Willi Johanns, Claus
Koch, Claus Reichstaller, Franz Weyerer, Tizian Jost, Peter Tuscher, Guido
Jeszenszky, Primoz Grasic, Heinz von Hermann, Ines Reiger, Richard Oesterreicher.....
Seit 2008 lebt Bernd Reiter in München und ist bereits fester Bestandteil der dortigen Szene.
Im Oktober 2009 findet eine grosse Tournee mit Konzerten in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien mit der 76-jährigen Saxophonlegende Charles Davis (Kenny Dorham Quintet, Sun Ra Orkestra...) aus New York statt.